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Dienstag, 1. Oktober 2013

Der innere Widerspruch der Grünen: Wie geht "links" und "grün"?




Natürlich gibt es da einen massiven Wiederspruch. All das Grüne Zeugs. Ob Tierrechte, weniger Pestizide, weniger Kunstdünger, Grüner Strom etc. macht erst einmal eines: Es nimmt Wohlstand. Es macht die Gesellschaft insgesamt ärmer.

Um das für die unten auszugleichen müssten die obere Mittelschicht und Oberschicht sich solidarisch zeigen. Aber die haben ja auch gerade durch das Grüne Krimskrams an Wohlstand verloren. Sie würden also doppelt Benachteiligt: Durch die Kosten des "Grünseins" und die Kostenerstattung des "Grünseins" für die "unten".

Und bis jetzt geht es den unten ja kein Deut besser. Sie haben so viel wie vorher. Um eine linke Partei zu sein, müsste es den unten aber eigentlich besser gehen. Wollte man dies, müsste man die obere Mittelschicht und Oberschicht dreimal (!) belasten. Vollkommen unrealistisch. Zuviel ist zu viel würde Kretschmann sagen.

Sonntag, 14. April 2013

Berlins Wirtschaftswachstum ist getrieben vom Bevölkerungswachstum

Was für eine tolle Nachricht für Berlin: Im Jahr 2012 war Berlin nach Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit dem zweithöchsten Wirtschaftswachstum (in dieser Kenngröße ist die Inflation bereits rausgerechnet). Der Zweite Platz ist zwar ein geteilter, da auch die beiden anderen Stadtstaaten um 1,2% wuchsen. Deutschland im Schnitt legte nur um 0,7% zu. Rechnet man allerdings das Bevölkerungswachstum heraus, welcher bei Berlin das höchste der Republik war, dann schmilzt das Wirtschaftswachstum pro Kopf dahin. Aus dem 1,2% werden 0,2% und aus dem (geteilten) zweitbesten Platz, wird der (geteilte) drittschlechteste Platz. Ein geringeres Pro-Kopf-Wachstum hatten nur noch Saarland und Sachsen. (Link alle Statistiken) (Artikel des Einflusses der Bevölkerungsentwicklung im Vergleich neue Länder/alte Länder)**

Grüße
Tim Leuther

Update: 05.06.13:
Durch den Zensus 2011 ändert sich nichts. Die Bevölkerung ist ja trotzdem um 1% gewachsen. Die "statistische Mehrbevölkerung" hat sich in den gesamten Zeitraum seit dem letzen Zensus angehäuft. Bzw Zensen (richtiges Plural von Zensus??), denn in Berlin (West)* war der letzte Zensus 1987 statt, in Ostberlin* sogar 1981.
*jeweilige Schreibweise der BRD/DDR.

**Da hab ich in der Statistik die Reihenfolge der Jahreszahlen andersrum, also die kleinere Jahreszahl oben, die größere Unten. Ich glaube aber so wie es in diesem Artikel (also die große oben) steht ist richtig, sicher bin ich mir aber nicht

Montag, 4. März 2013

Kennzahl Inflation: Der Irrglaube es gäbe eine Eindeutige

Vielfach wird moniert die offiziellen Inflationszahlen seien zu gering angegeben. Ob dies zutrifft oder nicht ist wohl ein endloser Streit. Aber einen dahinter liegenden Irrglauben, möchte ich entkräften: Den Irrglauben es gäbe eine richtige objektive Inflationszahl. Dies ist nämlich keineswegs so.

Montag, 19. November 2012

Türkei, das neue Spanien?


Wirtschaftswachstum von Spanien
und der Türkei 1997 bis 2013(est)
(klicken zum vergrößern)
Die ökonomische Situation der Türkei ist entgegen den selbstbewussten Beteuerungen eines Herrn Erdogan und den an der Oberfläche liegenden Zahlen nicht so stabil.

Die Türkische Volkswirtschaft wächst im Moment dynamisch, an sich ist an hohen Wachstumszahlen nichts auszusetzen, aber die Frage wie diese zustande kommen muss gestellt werden. Denn bei allem, bei Aktien, bei Popsternchen, bei Immobilienpreisen und bei Volkswirtschaften kann  gelten: Was schnell hoch geht, kommt schnell runter. Daher ist die alleinige Betrachtung von hohen Wachstumszahlen als positives Zeichen vielleicht etwas zu unkritisch und sollte mit anderen Beobachtungen angereichert werden. Da nun bekannt ist, das die Nachhaltigkeit des spanischen Aufschwunges bis 2007 nicht allzu Nachhaltig war, möchte ich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Türkischen Wachstum aufstellen.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Statistische Täuschung: Der Osten holt auf, und fällt nicht zurück

So, zum Tag der deutschen Einheit wird wieder das Märchen rausgekramt, das der Osten ökonomisch zurückfällt.  Das leitet sich daran ab, dass in den alten Ländern das Wirtschaftswachstum größer ist als in den neuen Ländern. Das stimmt zwar statistisch. Aber ist das Wirtschaftswachstum überhaupt die korrekte Messgröße? Ich möchte mich nicht darauf beziehen, dass das Bruttoinlandsprodukt oder Geld im allgemeinen vielleicht die falsche Messgröße ist und einen Glücksindex oder sonst etwas aufstellen. Mir geht es darum, das nicht das Bruttoinlandsprodukt die passende Messgröße ist, sondern das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, genauer nach Kaufkraft gewichtet.