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Dienstag, 1. Oktober 2013

Der innere Widerspruch der Grünen: Wie geht "links" und "grün"?




Natürlich gibt es da einen massiven Wiederspruch. All das Grüne Zeugs. Ob Tierrechte, weniger Pestizide, weniger Kunstdünger, Grüner Strom etc. macht erst einmal eines: Es nimmt Wohlstand. Es macht die Gesellschaft insgesamt ärmer.

Um das für die unten auszugleichen müssten die obere Mittelschicht und Oberschicht sich solidarisch zeigen. Aber die haben ja auch gerade durch das Grüne Krimskrams an Wohlstand verloren. Sie würden also doppelt Benachteiligt: Durch die Kosten des "Grünseins" und die Kostenerstattung des "Grünseins" für die "unten".

Und bis jetzt geht es den unten ja kein Deut besser. Sie haben so viel wie vorher. Um eine linke Partei zu sein, müsste es den unten aber eigentlich besser gehen. Wollte man dies, müsste man die obere Mittelschicht und Oberschicht dreimal (!) belasten. Vollkommen unrealistisch. Zuviel ist zu viel würde Kretschmann sagen.

Samstag, 16. Februar 2013

Eine andere Begründung warum es so viele Fleischskandale gibt

Zum Pferdefleischskandal:
Wenn in Apfelkuchen statt Äpfeln Birnen gewesen wären, hätten wir einen Obstskandal?

Vermutlich nicht. Aber warum eigentlich?

Weil es viele Menschen gibt die ethische Bedenken zum Fleischkonsum haben. Daher wird das Risiko von "vergiftetem" Fleisch überhöht und in den Medien umfassender und ausführlicher behandelt. Nach dem Motto: Wenn es (vom jeweiligen Autor) nach moralischen Maßstäben schlechter ist, Fleisch zu essen, dann wird jeder Nachteil auf die Goldwaage gelegt. Auch wenn der Nachteil von einem völlig anderen Gebiet stammt.

Nur zur Erinnerung: Der Lebensmittelskandal wo in letzter Zeit Menschen starben waren Bio-Sprossen aus einem veganen Betrieb in Norddeutschland in Norddeutschland welcher die Vorprodukte aus Ägypten importierte und in Norddeutschland ausbrüte. Diese wurden in Norddeutschland verspeist also nach Papierlage sogar Regional. Da starben mehr Menschen als in Tschernobyl. Der Fall hätte eigentlich nicht passieren können. War ja Bio, nicht konventionell. Und pflanzlich, sogar von einem veganen Betrieb. Und aus Deutschland, weder aus China, noch aus Spanien. Sogar auf Gentechnologie wurde verzichtet. Der Skandal war zwar groß. Immerhin sind Menschen gestorben. Aber in Relation zu seiner Bedeutung zur Nahrungsmittelsicherheit wurde der Fall tief gehängt. BSE war größer. Wie viele Menschen sind an BSE gestorben? Wie viele an "Dioxin-Eiern"?

Freitag, 25. Mai 2012

Hilft es wenn man Ökostrom kauft? (Nein)

Produzierter Ökostrom: 16,8% des Stromverbrauchs, gekaufter Ökostrom 1,2% der Nachfrage; Differenz: 15,2% der Nachfrage
Absatzstruktur des Ökostroms in
Deutschland 2010.
 
Von Umweltverbänden, aber auch von den Grünen und manchen in der SPD , sowie von Jan Böhmermann und
Charlotte Roche (Video direkt an der Stelle) wird 
kommuniziert man könnte seine "persönliche Energiewende" oder seinen "persönlichen Atomausstieg" machen, wenn man nur seinen Stromtarif auf Ökostrom umstellt. Aber funktioniert das so einfach? Die kurze Antwort ist Nein. Die lange Antwort ist:



1) Im Jahresmittel 2010 hat Deutschland 16,8% seines Energieverbrauches mit den erneuerbaren Energien hergestellt. [Quelle BMU] Der Stromexport, der zu damaliger Zeit getätigt wurde, wird hierbei komplett als Nicht-Erneuerbaren angerechnet [=>Anmerkung 1]. Das heißt aber auch das 83,2% des hier verbrauchten Stromes nicht aus  Erneuerbaren Energien stammt.


2) In Deutschland liegt der Anteil des privaten Stromverbrauches bei gerade einmal 26,6% (ebenfalls 2010)

3) Für Ökostrom gibt es in Deutschland das Erneuerbare Energien Gesetz [§], dieses garantiert eine Vorrangeinspeisung, und eine fixe Vergütung, welche davon abhängt mit welcher Technoologie der Ökostrom hergestellt wurde, und wann die Anlage errichtet worden ist. Diese Preise liegen ein vielfaches über dem Börsenpreis, und werden mit einem Aufschlag auf den Strompreis der Endverbraucher - der so genannten EEG-Umlage - finanziert.

Freitag, 18. Mai 2012

Warum Wasser sparen sinnlos ist

Bei der Erklärung warum Wasser sparen sinnlos ist, beziehe ich mich explizit auf die Situation in Deutschland, und zwar bei Kaltwasser. Bei Warmwasser muss nämlich mit einem vergleichbar hohen Energieaufwand dieses erhitzt werden, sparen macht also Sinn.

Ökologische Aspekte


Wassersystem

In Deutschland gibt es genug Wasser. So könnte man es ganz kurz sagen. Das was der Mensch, zumindest der im Haushalt, für seine Bedürfnisse im Wasserkreislauf umleitet, ist sehr gering. Gefahren das dies die Umwelt belastet bestehen in der überwältigenden Teil Deutschlands nicht. Nur 2,7% [Quelle ZEIT] des Wassers welches aus Deutschland niederregnet macht seinen Umweg über eine öffentliche Wasserpumpe bevor es verdunstet oder in die Meere fließt. Und das was aus dem Grundwasser gepumpt wird, wird in jedem Fall -geklärt- in die Flüsse geleitet. Da die Flüsse auch mit dem Grundwassersystem verbunden sind, kann man nicht von Wasserverbrauch sprechen, sondern nur von Wasserumleitung. Oder um im aktuellen Sprech zu bleiben: Wasser ist eine erneuerbare Ressource.