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Dienstag, 1. Oktober 2013

Der innere Widerspruch der Grünen: Wie geht "links" und "grün"?




Natürlich gibt es da einen massiven Wiederspruch. All das Grüne Zeugs. Ob Tierrechte, weniger Pestizide, weniger Kunstdünger, Grüner Strom etc. macht erst einmal eines: Es nimmt Wohlstand. Es macht die Gesellschaft insgesamt ärmer.

Um das für die unten auszugleichen müssten die obere Mittelschicht und Oberschicht sich solidarisch zeigen. Aber die haben ja auch gerade durch das Grüne Krimskrams an Wohlstand verloren. Sie würden also doppelt Benachteiligt: Durch die Kosten des "Grünseins" und die Kostenerstattung des "Grünseins" für die "unten".

Und bis jetzt geht es den unten ja kein Deut besser. Sie haben so viel wie vorher. Um eine linke Partei zu sein, müsste es den unten aber eigentlich besser gehen. Wollte man dies, müsste man die obere Mittelschicht und Oberschicht dreimal (!) belasten. Vollkommen unrealistisch. Zuviel ist zu viel würde Kretschmann sagen.

Samstag, 13. Juli 2013

Warum eine PKW-Autobahnmaut nicht gut ist

Eine Autobahnmaut für PKW in Deutschland ist nicht zweckmäßig. Vorneweg: Für eine PKW-Maut kommt aus praktischen Gründen nur ein Plakettensystem in Frage, denn sowohl eine On Bord Unit (zu Teuer, problematisch bzgl. Privatsphäre) als auch das alternative Fahrkaartensystem (zu kompliziert, unzumutbar) kommt nicht in Frage. Und das Mautstationen wie in Italien oder Frankreich aufgebaut werden kann ich mir nicht vorstellen, noch war es Teil der Diskussion. Also zu den Folgen der Maut als Plakette:

Samstag, 1. September 2012

Antworten zu Biogas im EEG auf Abgeordnetenwatch

Ich habe vor einiger weile sowohl Vertreter der Unionsfraktion und der Grünenfraktion im Bundestag auf Abgeordnetenwatch gefragt ob Sie es für Vertretbar halten das Biogas mit EEG Umlagen vergütet wird, unabhängig vom "Netzbedarf". Denn einerseits hat Biogas ja einen enormen Flächenverbrauch und andererseits ist Biogas ja fähig gelagert zu werden. Nun habe ich von beiden eine Antwort bekommen. Beide bestätigten das in der Regel Biogas rund um die Uhr eingespeist werden kann, unabhängig von den Netzbedürfnissen.

Frau Marie-Luise Dött, MdB (CDU) hat darauf hingewiesen, das für eine Speicherung eine Investition in ein Gastank notwendig ist. Andererseits wies Sie darauf hin das es seit Januar 2012 die Möglichkeit gibt in einem Marktmodell -welches der Landwirt wählen kann- das der Biobauer den Strom einspeist wenn der Markt es erfordert. Er erhält dann zusätzlich die Differenz der Strompreise zum Einspeisezeitpunkt zum durchschnittlichen Strompreis. Das Modell ist eine Option und nicht verpflichtend, auch nicht für neue Anlagen. Allerdings ist dies in Planung.

Frau Sylvia Kotting-Uhl, MdB (GRÜNE) hat vor kurzem geantwortet und mir zugestimmt das Biogasstrom zu schade ist um es in der Grundlast zu verpulvern und das die Fokussierung als Spitzen/Ausgleichslaststrom fokussiert werden sollte.

Dann mal schauen ob sich was bewegt. Meiner Persönlichen Einschätzung ist das größte Problem die Lobbykraft der Landwirtschaft, welche es seit Gründung der Republik verstand Ihre Partikularinteressen überproportional einzusetzen gewichtig durchzusetzen. Das sieht man auch am Biosprit, welcher gefördert wird, während man lieber die Banken wegen Nahrungsmittelspekulationen angreift. Nur, die Banken vernichten kein Essen. Das machen Sie nicht weil es unwirtschaftlich ist. Aber der Autofahrer tut es (unfreiwillig), wenn er mit Schnaps Auto fährt. Ich bin kein Freund der Banken, aber es sind hier klar die Landwirte die einen weiteren weg gefunden haben, dem Steuerzahler Geld wegzunehmen und als Ausgleich den Konsumenten teureres Essen zu verkaufen. Und die Konsumenten die 80% Ihres Budgets für Essen ausgeben, die steigern Ihr Budget für Essen dann nicht. Sie Hungern. Danke Herr Bauernpräsident! Aber dazu mal ein anderes mal ausführlicher.

Montag, 11. Juni 2012

Fragen zu Biogas im EEG auf Abgeordnetenwatch

Ich will wissen ob Biogasanlagen verpflichtet sind zur Netzstabilität beizutragen. Ich vermute das diese es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht sind. Daher hab ich die Frage ob dies so ist den umweltpolitischen Sprcherinnen der CDU/CSU und der Grünen Fraktion im deutschen Bundestag gestellt und um eine die Bewertung dieses Umstandes gebeten, falls meine Vermutung zutrifft.
Neben der Vermuteten Fehlanreiz beim Gas, stört mich beim EEG, das es keine regionale Differenzierung gibt, also das z.B. Windstrom pro kWh in Schleswig-Holstein gleich hoch entlohnt wird, wie in Bayern, obwohl der SH-Windstrom noch nach Bayern -auf kosten aller- transportiert werden muss. Das sind, neben der Tatsache das die EU der einzige Großraum ist der sich um den CO2 Ausstoß schert und somit sich allein um die Allmende "Klima" kümmert und die Kosten trotz des zu erwartenden Misserfolges trägt, meine Hauptkritikpunkte am EEG.

Montag, 28. Mai 2012

Warum wir nicht die historische Klimaschuld haben


Bei der ganzen Debatte um die globale Erwärmung und den Ausstoß von Treibhausgasen, wird immer wieder darauf Hingewiesen, von Seiten grüner Politiker, chinesischer Ministerpräsidenten, bzw. anderer Politiker von Schwellenländern und sogar von Klimaforschern  (Minute 19:20) das wir -die klassischen Industrieländer- eine "historische CO2-Schuld" haben, und daraus eine besondere Verantwortung bei der Bekämpfung des Klimawandels folgt. Ich halte dies für Falsch. Im kommenden will ich erläutern warum das nicht so sehe.

Freitag, 25. Mai 2012

Hilft es wenn man Ökostrom kauft? (Nein)

Produzierter Ökostrom: 16,8% des Stromverbrauchs, gekaufter Ökostrom 1,2% der Nachfrage; Differenz: 15,2% der Nachfrage
Absatzstruktur des Ökostroms in
Deutschland 2010.
 
Von Umweltverbänden, aber auch von den Grünen und manchen in der SPD , sowie von Jan Böhmermann und
Charlotte Roche (Video direkt an der Stelle) wird 
kommuniziert man könnte seine "persönliche Energiewende" oder seinen "persönlichen Atomausstieg" machen, wenn man nur seinen Stromtarif auf Ökostrom umstellt. Aber funktioniert das so einfach? Die kurze Antwort ist Nein. Die lange Antwort ist:



1) Im Jahresmittel 2010 hat Deutschland 16,8% seines Energieverbrauches mit den erneuerbaren Energien hergestellt. [Quelle BMU] Der Stromexport, der zu damaliger Zeit getätigt wurde, wird hierbei komplett als Nicht-Erneuerbaren angerechnet [=>Anmerkung 1]. Das heißt aber auch das 83,2% des hier verbrauchten Stromes nicht aus  Erneuerbaren Energien stammt.


2) In Deutschland liegt der Anteil des privaten Stromverbrauches bei gerade einmal 26,6% (ebenfalls 2010)

3) Für Ökostrom gibt es in Deutschland das Erneuerbare Energien Gesetz [§], dieses garantiert eine Vorrangeinspeisung, und eine fixe Vergütung, welche davon abhängt mit welcher Technoologie der Ökostrom hergestellt wurde, und wann die Anlage errichtet worden ist. Diese Preise liegen ein vielfaches über dem Börsenpreis, und werden mit einem Aufschlag auf den Strompreis der Endverbraucher - der so genannten EEG-Umlage - finanziert.