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Mittwoch, 5. Februar 2014

Meldung: Alle PIIGS-Staaten haben ein Leistungsbilanzüberschuss

Die Tage wurden die Leistungsbilanzahlen für Q3 2013 von Eurostat veröffentlicht. Der Trend der PIIGS-Staaten zu reduzierten Leistungsbilanzdefiziten haben sich fortgesetzt. In den rollierenden 4 letzten Quartalen haben jetzt auch Griechenland und Portugal ein Leistungsbilanzüberschuss.

Anmerkung: Die rollierenden vier letzten Quartale sind wichtig da es im Jahresverlauf Schwankungen gibt (Sommer Tourismus, Winter Heizöl etc) und man daher für ehrliche Aussagen alle 4 Quartale heranziehen muss. Ob die nun im selben Kalenderjahr liegen ist nicht so wichtig. Mit den den Daten von Q3 2013 sind die rollierenden 4 letzten Quartale folglich Q4 2012 bis Q3 2013.

Zu beginn der Euro-Kriese hatten alle Staaten der Euro-Perepherie, die so genannten PIGS, später

Montag, 4. März 2013

Kennzahl Inflation: Der Irrglaube es gäbe eine Eindeutige

Vielfach wird moniert die offiziellen Inflationszahlen seien zu gering angegeben. Ob dies zutrifft oder nicht ist wohl ein endloser Streit. Aber einen dahinter liegenden Irrglauben, möchte ich entkräften: Den Irrglauben es gäbe eine richtige objektive Inflationszahl. Dies ist nämlich keineswegs so.

Montag, 19. November 2012

Türkei, das neue Spanien?


Wirtschaftswachstum von Spanien
und der Türkei 1997 bis 2013(est)
(klicken zum vergrößern)
Die ökonomische Situation der Türkei ist entgegen den selbstbewussten Beteuerungen eines Herrn Erdogan und den an der Oberfläche liegenden Zahlen nicht so stabil.

Die Türkische Volkswirtschaft wächst im Moment dynamisch, an sich ist an hohen Wachstumszahlen nichts auszusetzen, aber die Frage wie diese zustande kommen muss gestellt werden. Denn bei allem, bei Aktien, bei Popsternchen, bei Immobilienpreisen und bei Volkswirtschaften kann  gelten: Was schnell hoch geht, kommt schnell runter. Daher ist die alleinige Betrachtung von hohen Wachstumszahlen als positives Zeichen vielleicht etwas zu unkritisch und sollte mit anderen Beobachtungen angereichert werden. Da nun bekannt ist, das die Nachhaltigkeit des spanischen Aufschwunges bis 2007 nicht allzu Nachhaltig war, möchte ich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Türkischen Wachstum aufstellen.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Statistische Täuschung: Der Osten holt auf, und fällt nicht zurück

So, zum Tag der deutschen Einheit wird wieder das Märchen rausgekramt, das der Osten ökonomisch zurückfällt.  Das leitet sich daran ab, dass in den alten Ländern das Wirtschaftswachstum größer ist als in den neuen Ländern. Das stimmt zwar statistisch. Aber ist das Wirtschaftswachstum überhaupt die korrekte Messgröße? Ich möchte mich nicht darauf beziehen, dass das Bruttoinlandsprodukt oder Geld im allgemeinen vielleicht die falsche Messgröße ist und einen Glücksindex oder sonst etwas aufstellen. Mir geht es darum, das nicht das Bruttoinlandsprodukt die passende Messgröße ist, sondern das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, genauer nach Kaufkraft gewichtet.

Dienstag, 22. Mai 2012

Sarrazins Euro Thesen unspektakulär - Nur Form empörend

Thilo Sarrazin hätte sein neustes Buch "Europa braucht den Euro nicht" - wenn es nach dem Inhalt geht, besser "Europa hätte den Euro nicht gebraucht" nennen sollen. Denn entgegen dem Buchtitel ist er gar nicht der Auffassung, das der Euro enden soll, denn er beziffert die Kosten für zu hoch.

Zusammengefasst nach der Sendung bei Günter Jauch, welcher Thilo Sarrazin nicht widersprochen hat, sind Thilo Sarrazins Positionen zum Euro folgende gewesen:

1) Vor der Euro Einführung war er skeptisch hat es mit aber mit wohlwollen begleitet, aus dieser Zeit stammt auch sein erstes Euro Buch "Der Euro, Chance oder Abenteuer?"

2) Nach der Einführung bis 2007 fand er den Euro gut und war optimistisch
 
3) Seit dem sieht er den Euro kritscher, insbesondere die Leistungsbilanzungleichgewichte, er ist jetzt der Meinung das die Euro Einführung falsch gemacht wurde, aber auch dagegen das man den Euro abschafft bzw. hat keinen Ansatz wie das gehen sollte.

Samstag, 19. Mai 2012

Finanztransaktionssteuer - Einnahmepotential maßlos überschätzt?


Also eines erst einmal vorweg:
Ich denke nicht das die Finanztransaktionssteuer volkswirtschaftlich schädlich ist. Inwieweit es möglich ist diese nur in Deutschland/ nur in der Eurozone/ nur in der EU/ oder ausschließlich nur Weltweit einführen kann; Da bin ich kein Experte. Inwieweit die Idee der EU-Kommission, die Steuer dann zu erheben, wenn einer der beiden Handelspartner EU-Bürger oder EU-Unternehmen (Unternehmenssitz), funktioniert, keine Ahnung.

Was mich aber an der Diskussion stört ist folgendes: Man erwartet enorme Steuereinnahmen von dieser Finanztransaktionssteuer. Politiker der Linkspartei und auch der SPD und Grünen, verplanen diese Steuereinnahmen dann auch schon für einen Marshallplan, gegen die globale Erwärmung oder für mehr Kitas in Castrop-Rauxel. 

Die Politiker verwenden bei der Bestimmung der potentiellen Steuereinnahmen nämlich folgende Rechnung:

Aktueller* Umsatz in den Finanzmärkten x Steuersatz = Steuereinnahmen
*In einer Umgebung ohne Finanztransaktionssteuer


Wie dies noch einmal in einem Zitat von der Webseite der Linksfraktion deutlich wird:
"Auf Grundlage der Umsätze des Jahres 2007 und für den Steuersatz von 0,01 Prozent ergäben sich allein aus der Besteuerung von Wertpapiertransaktionen Steuereinnahmen in Deutschland von 10 bis 13 Mrd. Euro."